Rezidiv einer Nuck’schen Zyste

Ausgabe: chirurgische praxis, 2020, Band 087/03, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0009-4846)

Zusammenfassung: Wir berichten von einer 43-jährigen Patientin, die sich aufgrund von zunehmenden Schmerzen seit 6 Monaten hausärztlich vorstellte. Sie beklagte eine größenprogrediente Schwellung rechts inguinal. 6 Jahre zuvor war an gleicher Lokalisation eine Nuck’sche Zyste exzidiert worden. Klinisch und sonografisch ergab sich die Verdachtsdiagnose eines Rezidivs einer Nuck’schen Zyste mit begleitender Leistenherniation. Wir führten eine In-toto-Zystenexzision und Reparation der Hernie in Lichtenstein-Technik durch. Der Processus vaginalis peritonei der Frauen wird als sogenannter Nuck’scher Kanal bezeichnet. Es handelt sich dabei um die physiologische peritoneale Ausstülpung des Peritoneums in den Leistenkanal entlang des Ligamentums teres uteri. Diese bildet sich meistens im Laufe der Entwicklung zurück. Persistiert diese Ausstülpung kann sich die sogenannte Nuck’sche Zyste entfalten. Klinisch wird die Nuck’sche Zyste durch eine größer werdende, passager dolente Schwellung apparent. Die Zystenexzision in toto mit Ligatur des Processus vaginalis peritonei wird in der einschlägigen Literatur als Therapie der Wahl beschrieben.

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Autoren: C. Paasch, S. Kneif, K. Anastasiou, M. Hünerbein

Rubrik: Viszeralchirurgie

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Diagnostik, Differentialdiagnose, inguniale Raumforderung, Nuck’sche Zyste, Rezidiv, Schwellung, Therapie

ISSN: 0009-4846

Institut: Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie, Helios Klinikum Berlin-Buch; Gewebediagnostik/Pathologie, Medizinisches Versorgungszentrum, Helios Klinikum Emil von Behring