Zusammenfassung: Medikamentöse Optionen zur Therapie des Vulvakarzinoms und seiner Vorstufen sind im Vergleich zu anderen gynäkologischen Tumorentitäten weiterhin limitiert. In den vergangenen Jahren wurden sehr interessante Studien zu diesem Themenfeld publiziert. Gherlardi et al. publizierten Ergebnisse zur Rezidivrate einer high-grade intraepithelial lesion (HSIL) nach einer HPV-Impfung von Patientinnen mit einem quadrivalenten Impfstoff nach erfolgter Operation. Die PITVIN-Studie, die kürzlich publiziert wurde, verglich erstmals eine lokale Therapie mit Imiquimod zur Behandlung von HSIL mit einer operativen Therapie. Daten zur Wirksamkeit von Immuntherapien zur Behandlung von fortgeschrittenen Vulvakarzinomen wurden im Rahmen der Studien Checkmate 358 und Keynote 158 erhoben. Aktuell rekrutiert die DelVIN-Studie Patientinnen mit einer HPV assoziierten VIN II/III zur lokalen Behandlung mit lokalem Decitabin. Zur medikamentösen Behandlung von Patientinnen mit nicht operablen, metastasierten Vulvakarzinomen wird die PIERCE-Studie voraussichtlich im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Onlinedatenbank: med-search
Autoren: F. Thangarajah, D. Papior, C. Pahmeyer
Rubrik: Arzneimittel-, Therapie-Kritik
Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG
Stichworte: HPV, HSIL, Imiquimod, Impfung, VIN, Vulvakarzinom
ISSN: 0341-8677
Institut: Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinik Essen; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinik Köln