Einleitung: Zur Prävention von COVID-19 müssen alle infrage kommenden hygienischen Präventionsmaßnahmen ausgeschöpft werden, um insbesondere das medizinische Personal, aber auch die übrige Bevölkerung zu schützen. Da ein großer Teil der Infizierten das Virus bereits vor Auftreten erster Symptome freisetzt, sind vor allem Schutzmaßnahmen sinnvoll, die die Viruslast an den Eintrittspforten reduzieren, da die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Exposition zunimmt und die anfängliche Viruslast Einfluss auf den Schweregrad der Infektion hat. Antiseptisches Gurgeln und nasale Antiseptik sind zu Unrecht in Vergessenheit geratene simple Präventionsmaßnahmen. Gurgeln wurde lange Zeit zur Verringerung von Infektionen der oberen Atemwege und zur Behandlung bakterieller/viraler Infektionen (z. B. Halsentzündung, Erkältung) eingesetzt, ist aber aus der Mode gekommen. Das Händewaschen mit Wasser und Seife und das Gurgeln mit Kochsalzlösung wurden schon während der Spanischen Grippe 1918 der Bevölkerung in Deutschland vom Reichsgesundheitsrat als Präventionsmaßnahme empfohlen. In der ehemaligen DDR wurde Schulkindern beim Eintritt ins Sommerferienlager empfohlen, mit verdünnter Kaliumpermanganatlösung (schwach rosa) zu gurgeln (eigenes Erleben der Autoren). Heute wird Kaliumpermanganatlösung kaum noch eingesetzt, obwohl sie als 1 %ige Mundspüllösung erhältlich ist. Onlinedatenbank: med-search
Autoren: A. Kramer, M. Eggers, N.-O. Hübner, E. Steinmann, P. Walger, M. Exner
Rubrik: Arzneimittel-, Therapie-Kritik
Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG
Stichworte: COVID, Empfehlungen, Gurgeln, Infektion, Nasensprays, Präventionsmaßnahme, Viren
ISSN: 0020-9570
Institut: Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.