Risiken der Galvanotherapie (ECT / BET) bei Hauttumoren (benigne / maligne) unter Verwendung von Nadelelektroden | CO.med Band: NaN

: Bei bösartigen Hauttumoren (hauptsächlich Melanome, Basaliome) sollte nur dann mit Nadelelektroden invasiv therapiert werden, wenn eine eindeutige Diagnose vorliegt. Bei Verwendung von Nadeln mit Isolierung werden Verbrennungen von gesunder Haut an der Einstichstelle vermieden. Gerade an ästhetisch kritischen Stellen sollte der Patient darüber informiert werden, dass Narben sichtbar bleiben können. Besonders bei tiefen Nekrosen und je nach Lokalität ist auch eine Nervenschädigung in Betracht zu ziehen, über deren Folgen der Patient aufgeklärt werden muss. Bei Anwendung von mehr als zwei Nadeln hat zur Beurteilung des Therapie-Fortschritts / -Erfolgs die Betrachtung der Einzelströme (tatsächlicher Gewebewiderstand) Vorrang vor dem Gesamtstrom und damit dem Gesamtwiderstand. Vor dem Einsatz von Nadelelektroden sollte generell eine Nutzen-Risiko-Abwägung im Vergleich zu Flachelektroden erfolgen.

Autoren: Dipl. Ing. (FH) Udo Günther
Weitere Informationen: Onkologie, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, med-search, Dermatologie
ISSN: 0949-2402
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