„Kieferostitis / NICO“ als systemrelevante „silent inflammation“

Überexpression des Chemokins RANTES belegt systemische Wirkung von fettig-degenerativen Osteonekrosen im Kieferknochen

Ausgabe: CO.med, 2015, Heft 03, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0949-2402)

Das Verständnis des biologischen Systems Mensch als synergistischer Wechselwirkungskomplex mit impliziten biokybernetischen und biophysikalischen Aspekten wird von Jenen, die sich auf „wissenschaftlich anerkannte Verfahren“ begrenzen, gerne als „Außenseitermethode“ diskreditiert. Die Beschränkung therapeutischen Handelns auf Symptombeseitigung, die Reduktion der Ätiologie (d.h. die Beschränkung der Krankheitsentstehungserklärung) auf Nosologie (d.h. auf Einordnung in die offizielle Krankheitsbezeichnung) sowie der inflationäre Gebrauch der Begriffe „essentiell“, „idiopathisch“, „endogen“ zur vermeintlichen Definition der Ursache vieler Erkrankungen, all dies ist medizinischer Alltag und erscheint auf den ersten Blick vornehm wissenschaftlich. (zitiert nach Braun-von-Gladiss). Dieser Artikel fokussiert den Begriff des „odontogenen Störfelds“ auf das wenig bekannte und häufig verkannte Phänomen einer hohlraumoder kavitäten-bildenden Osteopathie des Kieferknochens mit den bisher üblichen Bezeichnungen „Kieferostitis“ oder „NICO“ und der Darstellung ihrer klinischen Relevanz für viele Systemerkrankungen. In der Praxis des Autors werden immer wieder verblüffende Verbesserungen rheumatiformer, neurodegenerativer Systemerkrankungen und neuralgiformer Beschwerden nach Säuberung schmerzloser und röntgenologisch unauffälliger zahnloser Kieferbereiche beobachtet. Diese zeichnen sich strukturell durch eine fettig-degenerative Osteonekrose des Knochenmarks (FDOK) aus.

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Autoren: Johann Lechner

Rubrik: Dentologie

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Entzündung, Forschung, Systemerkrankung

ISSN: 0949-2402