Welche Bedeutung hat die Zahnheilkunde im verantwortlichen Umgang mit Tumorerkrankungen?

Interdisziplinarität zur erfolgreichen Behandlung komplexer Erkrankungen

Ausgabe: CO.med, 2015, Heft 08, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0949-2402)

Die Antwort auf diese Frage scheint zunächst naheliegend, ist doch der Zahnarzt einer der Spezialisten für Erkrankungen im Bereich der Mundhöhle, die selbstverständlich auch die Tumoren umfassen. Das geschulte Auge sollte bei der Inspektion der Mundhöhle neben den Zähnen auch die umgebenden Weichgewebe inspizieren und auf Veränderungen in Farbe, Form, Textur und Struktur untersuchen. Hierbei ist die Überlegung interessant, dass die Mundhöhle der einzige Bereich ist, wo wir die Schleimhäute des Patienten ohne Zuhilfenahme weiterer Hilfsmittel außer Beleuchtung und Spiegel inspizieren können. Und wenn wir es nicht mit ausdrücklich lokalen Phänomenen zu tun haben wie Traumata oder lokaltoxischen Einflüssen, dann steht der Zustand der Mundschleimhaut oftmals repräsentativ für andere Schleimhäute, die sich der direkten Inspektion zunächst entziehen. Beispielhaft können hier das Sjögren Syndrom oder medikamentöse Nebenwirkungen genannt werden, Störungen des schleimhautassoziierten Immunsystems, Autoimmungeschehen, Lichen ruber, Pemphigus und viele mehr.

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Autoren: Bernd Milbrodt

Rubrik: Dentologie

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: NICO, Onkologie, RANTES, Umweltmedizin

ISSN: 0949-2402