Störfeldtherapie: Mepivacain effektiver als Procain?

Lehrreiche Fälle

Ausgabe: CO.med, 2015, Heft 10, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0949-2402)

Viele Erfahrungen aus der neuraltherapeutischen Störfeldbehandlung zur stark entstörenden Wirkung von Mepivacain-HCl (folgend Mepivacain) und der damit regelmäßig einhergehenden Erinnerungsreaktivierung legen nahe, dass dieses Mittel dem bislang empfohlenen Procain-HCl (folgend Procain) in der Entstörung von Narben und anderen Störfeldern überlegen ist. Den sympathikusvermittelten Funktionsveränderungen der Zellen und den darin gespeicherten Erinnerungen kommt dabei eine zentrale Bedeutung bei der Störfeldentwicklung zu. Vorher verborgene und krankmachende Traumaspeicherungen oder auch Toxinwirkungen (Dornröschen-Syndrom) werden mit Mepivacain effektiver als mit Procain „aufgeweckt“ d. h. reaktiviert. Sie sind dann häufiger spür- und messbar und damit auch behandelbar. Durch eine Störfeldbehandlung reaktivierte Traumaspeicherungen sollten immer in der gleichen Sitzung mittels traumatherapeutisch sowie vegetativ wirksamer Methoden mitbehandelt werden, damit sie sich nicht erneut im Körper „festsetzen“

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Autoren: Dr. med. Sonja Reitz

Rubrik: Entzündungen

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Entzündungen

ISSN: 0949-2402