Oft unterschätzt: Der Zinkstatus bei Allergie und Asthma

Zink schützt das Atemepithel und dämpft die allergische Überreaktion

Ausgabe: CO.med, 2016, Heft 10, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0949-2402)

Vor ungefähr 150 Jahren entdeckte ein Schüler von Louis Pasteur das Vorkommen von Zink im Schimmelpilz Aspergillus niger. Man vermutete schon damals, dass das Spurenelement eine besondere Rolle für Stoffwechselprozesse spielen könnte. Mittlerweile kennt man die vielfältigen Wirkungen von Zink im menschlichen Organismus, besonders für das Zellwachstum, die Differenzierung und die Apoptose. Das angeborene Immunsystem kann sich nur entwickeln und die einzelnen Zelltypen können nur proliferieren, wenn genügend Zink vorhanden ist. So benötigen Phagozyten und Neutrophile, natürliche Killerzellen und Makrophagen Zink, auch die Zytokinbildung erfordert Zink. Schließlich verläuft die Entwicklung, Differenzierung und Aktivierung der B- und T-Zellen zinkabhängig. T-Zellen, die den Großteil der Blutlymphozyten stellen, koordinieren die Immunantwort bei allergischen Erkrankungen.

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Autoren: Dr. Christine Reinecke

Rubrik: Allergie

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Allergie, Zink

ISSN: 0949-2402