Solve et coagula – Der Weg zur spagyrischen Essenz

Im alchemistischen Stufenprozess zum spagyrischen Heilmittel

Ausgabe: CO.med, 2016, Heft 12, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0949-2402)

Spagyrik ist eine sehr alte Heilweise, denn ihre Wurzeln reichen bis in die alte Alchemie zurück. Heute erlebt sie eine Art Renaissance. Aber die Spagyrik hat ein Problem: Als eigenständiges und klar definiertes Heilverfahren gibt es sie eigentlich gar nicht. Wer den Markt der angebotenen spagyrischen Arzneimittel genauer untersucht, der wird schnell feststellen, dass die Mittel meist sehr unterschiedlicher Art sind. Und nicht nur die Mittel, auch die dahinter stehenden Theorien, Ansichten und Vorgehensweisen. Das liegt daran, dass die Spagyrik von niemandem „erfunden“ wurde und es keine einheitliche Lehre der Spagyrik gibt. So haben sich im Laufe der letzten Jahrhunderte (und vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts) sehr unterschiedliche spagyrische Systeme entwickelt. Manche orientieren sich streng an überlieferten Schriften, andere versuchen neue Wege zu gehen. Allen gemeinsam ist das Prozesshafte des alchemistischen Werkes. Anders als bei der pharmakologischen Arznei geht es dem spagyrischen Heilmittel nicht um die Substanz an sich, sondern um die Prozesse, durch die die Substanz gegangen ist.

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Autoren: Hans-Josef Fritschi

Rubrik: Spagyrik

Verlag: Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Spagyrik

ISSN: 0949-2402