Asphärizität intraokularer Linsen – one size fits all? | CONCEPT Ophthalmologie Band: NaN

: Die Möglichkeit der Vermessung okulärer Abbildungsfehler jenseits von Sphäre und Zylinder (Aberrationen höherer Ordnung) hat zur Erkenntnis geführt, dass die positive sphärische Aberration der Hornhaut beim jungen Menschen durch eine negative sphärische Aberration der kristallinen Linse kompensiert wird. Diese Beobachtung begründete das Konzept, auch die nach Kataraktextraktion eingesetzten Intraokularlinsen (IOL) mit einer negativen sphärischen Aberration zu versehen, um die retinale Bildqualität zu verbessern. Die nach Markteinführung der ersten asphärischen IOL im Jahr 2002 entstandenen Studien lieferten allerdings ein insgesamt kontroverses Bild. In der Folge kamen unterschiedliche asphärische IOL-Modelle auf den Markt, welche sich nicht nur durch die verwendete IOL-Plattform, sondern auch durch die Stärke der sphärischen Aberration unterscheiden.Der Beitrag fasst die theoretischen Grundlagen und die aktuelle Studienlage zusammen und gibt eine Leitlinie zur Patienten- und individuellen IOL-Auswahl.

Autoren: Jens Bühren, Stephan J. Linke,Wolfgang Herrmann, Daniel Kook
Weitere Informationen: Refraktive Chirurgie + Laser, Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, med-search, Abbildungsqualität, Aberration , sphärisch, Asphärizität, Hornhauttomographie, Intraokularlinsen, asphärisch, IOL, Kontrastempfindlichkeit, Linsenchirurgie, Patientenselektion, Visus
ISSN: 2629-4745
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